
3. Liga
BOSS SPRICHT KLARTEXT
Nach Ausschreitungen: „So ist der FC Wacker nicht“
Die Gewalt-Szenen infolge des Westliga-Spiels schockten: Nach dem 2:2 bei den Altach Juniors kam es am Wochenende zu heftigen Ausschreitungen der Wacker-Fans und anderer Gruppierungen. FCW-Präsident Hannes Rauch distanzierte sich von gewaltbereiten „Fans“ und betonte: „Wir wollen sportliche Schlagzeilen und keine anderen.“
Eine Viertelstunde nach dem Schlusspfiff des Westliga-Spiels zwischen den Altach Juniors und Wacker Innsbruck (2:2) spielten sich plötzlich im Stadion schockierende Szenen ab. Rund 15 gewaltbereite Vermummte provozierten in Richtung Osttribüne und attackierten dann die Altach-Fans auch mit Faustschlägen und Tritten. Danach wurde das Spielfeld gestürmt und es kam zu tätlichen Übergriffen beider Fan-Lager. Fans von Wacker und offenbar anderer Fan-Gruppierungen (Thun, Frankfurt bzw. Davos) griffen auch die Polizei mit Tischen, Mülltonnen und Stangen an.
Ein Video, das auf Social-Media kursiert:
Drei Beamte wurden verletzt. Der Exekutive gelang es, dank Verstärkung die Lage zu beruhigen und die Innsbrucker Fans zu ihren Bussen zu drängen. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.
„Plötzlich immer mehr Polizei“
„Wir waren schon auf der anderen Seite aus dem Stadion draußen. Ich habe mit Alain Sutter und Ex-Wacker-Spieler Boris Prokopic gesprochen“, sagte Wacker-Präsident Hannes Rauch, „und haben erst etwas mitbekommen, als immer mehr Polizei im Einsatz war.“
Der Boss der Schwarz-Grünen wurde deutlich: „Gewalt hat in unserer Gesellschaft und am Fußballplatz nichts verloren. Da ist eine Grenze überschritten worden. Wir distanzieren uns davon. Der FC Wacker ist so nicht! Wir wollen sportliche Schlagzeilen und keine anderen.“
„Jeder Vorfall dieser Art ist einer zu viel“
Beim Match waren rund 700 bis 800 Wacker-Fans anwesend und machten tolle Stimmung. Nur ein kleiner Teil war danach an den Ausschreitungen beteiligt. „Das sind Szenen, die man im Fußball nicht haben will“, erklärte Rauch.
Auch TFV-Präsident Sepp Geisler zeigte sich betroffen: „Es ist bedauerlich. Jeder Vorfall dieser Art ist einer zu viel.“
Sportlich zufrieden, Heimspiele als Feste
Rein sportlich fällt die Herbstbilanz beim Aufsteiger sehr positiv aus. Mit einem ausverkauften Tivoli im Cup gegen Rapid wurde gestartet, bis auf eine Niederlage am Beginn gegen Seekirchen und das Remis am Ende in Altach (bei dem drei Tore aberkannt und ein Elfer nicht gegeben wurde) wurde alles gewonnen. „Wir sind total zufrieden“, sagte Rauch, „und unsere Heimspiele sind immer Fußball-Feste.“
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